Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle beraten Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, sowie Menschen, die im privaten oder beruflichen Rahmen mit der Problematik konfrontiert sind.

Sie können sich an uns wenden, wenn

– Ihr Partner seelische oder körperliche Gewalt gegen Sie ausübt
– Sie den Eindruck haben, dass Konflikte in Ihrer Partnerschaft so ausgetragen werden, dass es eines Tages eskalieren und zu Gewalt kommen könnte
– Ihr Ex – Partner Sie verfolgt, bedroht oder weiter misshandelt
– Sie in einer Trennungssituation sind
– Eine Freundin, Verwandte oder Kollegin betroffen ist und Sie ihr gerne helfen möchten
– Sie beruflich mit einer betroffenen Frau zu tun haben und Informationen zum Umgang mit der Problematik möchten

Wenn Sie sich beraten lassen wollen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Sie können sich telefonisch oder schriftlich, zum Beispiel auch per E-Mail, an die Mitarbeiterinnen wenden. Auf diesem Weg können Sie

– Sich für Sie relevante Informationen ( mehr unter „Vermittlung und Informationen’) einholen
– Weitere Hilfeeinrichtungen oder Personen (mehr unter „Vermittlung und Informationen“) erfragen
– Sich ausführlich telefonisch oder schriftlich beraten lassen, wenn Sie zu einer persönlichen Beratung nicht kommen wollen oder können

Und Sie können zu einem persönlichen Gespräch in die Beratungsstelle kommen. Hierzu ist aus organisatorischen Gründen eine vorherige telefonische Terminvereinbarung notwendig.

Die Beratungen sind vertraulich und kostenlos, und auf Wunsch können Sie auch den Mitarbeiterinnen gegenüber anonym bleiben.

Das Thema und die Form der Beratungen, wie zum Beispiel die Dauer und die Häufigkeit, sind abhängig von Ihrer individuellen Situation, Ihren Zielen und Wünschen.

Die Sozialberatung erstreckt sich unter anderem über die Problemfelder rechtliche Möglichkeiten bei häuslicher Gewalt ( zum Beispiel zum Gewaltschutzgesetz ), Scheidung, Sorgerecht, Unterhalt, Sozialhilfe, Wohnungssuche, Frauenhausaufenthalt oder Alternativen zum Frauenhausaufenthalt, Verständigung mit Polizei, Rechtsanwältinnen und Ämtern.
Unter Umständen begleitet Sie eine Mitarbeiterin, z.B. zur Polizei und zu Ämtern, um Sie bei der Überwindung eigener Hemmschwellen zu unterstützen oder um bei Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Ihnen und den Institutionen zu helfen, oder stellt den Kontakt zu diesen Institutionen her.

Zur Konfliktberatung gehören, je nach Ihren Bedürfnissen, Gespräche über die Frage, ob Sie sich von Ihrem Partner trennen wollen oder nicht, unter welchen Umständen Sie die Partnerschaft weiterführen wollen, wie Sie ein Zusammenleben gestalten können, der Umgang mit den Kindern, die Unterstützung bei der Verarbeitung der Gewalterlebnisse, das Verarbeiten einer Trennung und das Erarbeiten von Zukunftsperspektiven.

Zur weiteren Unterstützung bieten wir darüber hinaus Paarberatung und Kontakttreffs, sowie angeleitete Gesprächsgruppen an.